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Hat die Ferse Bodenkontkt ist die größere Trainingswirkung beim
M.quadriceps femoris feststellbar.
Offensichtlich müssen reaktive Trainingsformen äußerst
präzise auf ihre biomechanische Funktionalität überprüft
werden, um keine unerwünschten Effekte zu erzielen.
2.2 Physiologische Prinzipien
2.2.1 Grundprinzip des Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus
Die Kontraktionsformen eines Muskels in fast allen sportlichen Bewegungen
sind nicht einer bestimmten Form zuzuordnen. In der Regel laufen sie als rasche
Kombination von exzentrischer und konzentrischer Kontraktion ab und werden als
Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus definiert.
KOMI (1983) stellt fest, daß die Kontraktion nach vorhergegangener
Dehnung desselben Muskels kraftvoller und leistungsfähiger ausfällt
als bei einer rein konzentrischen Ausführung. Als Ursache für dieses
Phänomen nimmt er die Elastizitätsfähigkeit der
(Skelett-)Muskulatur an:
“Wird ein aktivierter Muskel gedehnt - oder ein passiv gedehnter Muskel
plötzlich aktiviert - bedeutet dies, daß der Muskel seine Spannung
erhöht und elastisches Energiepotential in seinen serienelastischen Komponenten
(SEK) speichert. [...] Hält die Dehnung des Muskels zu lange an, geht ein
Großteil der gespeicherten Energie als Wärme verloren. Folgt jedoch
kurz nach der Dehnungsphase (exzentrische Kontraktion) eine Verkürzung
(konzentrische Phase) des Muskels, so steht ein beträchtlicher Teil der
Energie zur Verrichtung der äußeren Arbeit zur Verfügung.”
Die Forschungslage in Bezug auf die Lokalisierung der SEK ist noch
unsicher. Zum einen wird vermutet, sie könnten zum Bereich der Sehne
gehören (ALEXANDER/BENNET-CLARK 1979, zit. nach KOMI 1983). Zum anderen
wurde herausgefunden, daß ein großer Teil der Serienelastizität
in den Querbrückenbindungen der Aktin- und Myosinfilamente liegt.
Aus letzterem Modell wird auch die Forderung nach einer schlagartig
einsetzenden Belastung mit sofortiger nachfolgender Kontraktion für ein
reaktives Bewegungsmuster einsichtig.
“Da die Bindungsdauer der Querbrücken zwischen 15 ms (STIENEN
u.a. 1978) und 120 ms (CURTIN u.a. 1974) variiert, ist es für die Utilisation
[Nutzbarmachung] der gespeicherten Elastizität vorteilhaft, wenn sowohl
die Dehnung selbst, als auch die Übergangsperiode (Coupling Time) zwischen
Dehnung und Entdehnung kurz sind.”
Das Umsetzen derart kurzer Zeiten für ein sinnvolles plyometrisches
Training bedarf umfangreicher Vorbereitungen im langfristigen
Trainingsprozeß.
So fanden SCHMIDTBLEICHER/GOLLHOFER 1985 heraus, daß trainierte
Sportler in der Lage sind, nach einem Tiefsprung wesentlich schneller (im Test
ca. 100 ms) in die konzentrische Phase “umzuschalten”, als
untrainierte Personen.
Aus den ermittelten Zeiten, besonders der Dauer der
Querbrückenbindung, geht hervor, daß ein reaktives Umschalten nach
einer Muskeldehnung keineswegs willkürlich ablaufen kann. Es ist also zu
vermuten, daß es sich um einen reflektorischen Prozeß handelt.
Somit summiert sich die konzentrische Leistung nach einer schlagartig
einsetzenden exzentrischen Belastung aus der Kraftspeicherung der SEK
(mechanische Kraftentwicklung) und der Reflexreaktion des Muskels
(myoelektrische Kraftentwicklung). Über die Anteile beider Parameter liegen
noch keine gesicherten Daten vor.
2.2.2 Monosynaptischer und polysynaptischer Dehnungsreflex
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